„Pathetic Songs About Existence“ zeigt Agador Spartacus von einer neuen, gereiften Seite. Das Album, herausgekommen ist es am 15.11.2025, wirkt wie eine ehrliche Bestandsaufnahme einer Band, die gelernt hat, ihre Gefühle auf eine tiefere und kontrollierte Art auszudrücken. Die elf Songs bewegen sich zwischen Punk, Post-Hardcore und Alternative, bleiben aber weit entfernt von aggressivem Schreien. Stattdessen spürt man, dass die Band ihre inneren Konflikte reflektiert und verarbeitet, ohne sie zu beschönigen.
Die Songs wechseln zwischen nachdenklichen, fast resignierten Momenten und kämpferischen Passagen. Es geht um das Älterwerden, um das Gefühl, dass man immer noch intensiv fühlt, sich aber anders ausdrückt als früher. Vieles klingt nicht wie ein Schrei gegen die Welt, sondern wie ein Versuch, sie zu verstehen oder sich selbst nicht von ihr überwältigen zu lassen. Diese Mischung aus Nachdenklichkeit und Energie zieht sich durch das ganze Album.
Musikalisch klingt das Werk vertraut, aber trotzdem frisch. Die Gitarrenlinien sind klar und durchdacht, der Gesang zeigt eine schöne Mischung aus kraftvollen und verletzlichen Momenten. So entsteht ein Klang, der intensiv wirkt, ohne zu überdreht zu sein. Agador Spartacus behalten ihre Energie, wirken aber zugleich ruhiger und kontrollierter.
Die Texte handeln von inneren Konflikten, Müdigkeit, dem Weitermachen und der Suche nach Sinn. Das Album vermittelt, dass Krisen Teil des Lebens sind, aber dass man Wege findet, mit ihnen umzugehen. Trotz des Titels wirkt es nicht überdramatisch, sondern ehrlich und berührend.
Insgesamt ist „Pathetic Songs About Existence“ ein gelungenes Album, das zeigt, dass Agador Spartacus ihre Musik weiterentwickelt haben, ohne sich selbst zu verlieren. Intensität, Emotionen und Klarheit werden hier gut miteinander verbunden – ein Werk für alle, die Musik hören wollen, die sowohl nachdenklich als auch kraftvoll ist.
An dieser Stelle auch schöne Grüße aus dem „Mittendrin – Pott“ zum äußeren und schöneren Teil des Ruhrgebiets.
Erwerben könnt ihr das Album (psst, das Vinyl ist nur auf 100 Stk. limitiert) natürlich direkt bei der Band via Bandcamp oder ihr schreibt der Band eine Nachricht / Mail.
Viel Spaß beim Hören und Entdecken!

