Die britische Band DaemöniK Fonce gehört seit einigen Jahren zu den eher geheimen, aber leidenschaftlich verehrten Namen der europäischen Underground-Rockszene. Das Projekt bewegt sich stilistisch irgendwo zwischen klassischem Hard- und Glam-Rock, Garage-Attitüde und einem bewusst schrägen Humor. Musikalisch greifen DaemöniK Fonce häufig auf den Sound der 1970er-Jahre zurück, kombinieren diesen aber mit einer rauen Punk-Energie. Einflüsse von Bands wie Thin Lizzy, Hawkwind oder Stiff Little Fingers werden in Beschreibungen ihres Sounds regelmäßig genannt. Dabei steht weniger Perfektion als vielmehr eine rohe, unmittelbare Rock-Ästhetik im Vordergrund.
Mit dem Album DF II legt die Band nun ihren nächsten Longplayer vor. Offiziell erscheint die Platte am 11. März 2026 und knüpft an die Mischung aus Retro-Rock-Riffs, punkiger Direktheit und ironischem Glam-Flair an, für die die Gruppe bekannt geworden ist. Die Songs sind meist kompakt, riffbetont und leben stark vom Zusammenspiel aus treibenden Gitarren und einem bewusst ungeschliffenen Gesangsstil. Dadurch wirkt das Material gleichzeitig nostalgisch und frisch – als hätte man eine alte Hard-Rock-Single aus den Siebzigern in eine heutige Garagenproduktion versetzt.
Vor dem Album wurden bereits erste Singles vorgestellt, darunter der Song Oh Corita. Der Track dient gewissermaßen als programmatische Einführung in den Sound von DF II: ein geradliniger Rocksong mit eingängigem Gitarrenriff, deutlicher Glam-Note und einer Portion augenzwinkernder Attitüde. Wie viele Stücke der Band verbindet auch diese Veröffentlichung melodische Elemente mit einem rauen, beinahe livehaftigen Klangbild.
Mit der zweiten Single aus DF II liefern DaemöniK Fonce einen Song, der stark an den Glam-Rock von T. Rex erinnert. Ein treibendes Riff und ein stampfender Beat sorgen dafür, dass der Song sofort im Ohr bleibt. Der Text feiert eine typisch britische Eigenschaft: einfach weitermachen und sich nicht lange mit Zweifeln aufhalten. Nebenbei gibt es noch eine kleine Hommage an das wohl bekannteste britische Lieblingsessen.
Die Botschaft ist klar: egal ob man gerade Musik macht oder eine Wand streicht – man bleibt dran. Der Refrain „Chip Chip Chipping Away at it“ wirkt dabei wie ein motivierendes Motto: Stück für Stück kommt man ans Ziel.
Passend zur Coverfarbe gibt es das Vinyl in einer gold-transparenten Edition, die auf 250 Stück limitiert ist.
Ob das Vinyl nochmal den Weg auf meinen Plattenspieler findet, wage ich zu bezweifeln. Leider ist das Album sehr schwere Kost und musikalisch war für mich nicht alles direkt greifbar, auch wenn deren Texte teilweise ganz witzig sind und hier und da einen ironischen Charakter darstellen. Fans von Art-Rock und allg. experimenteller Musik dürften bei DaemöniK Fonce aber ihre helle Freude haben.
Zu erwerben gibt es DFII auf der Bandcamp – Seite, bei JPC und bei eurem Plattenhandel des Vertrauens.
