Arrested Denial kommen mit ihrem dritten Album bei Bakraufarfita Records um die Ska-Ecke.
Und ziemlich schnell klar ist, bei diesem grandiosen Soundgewand, dass die Sänger, die sich auf dieser Platte ein Duett geben, auch sehr gute Anhaltspunkte sind, um Arrested Denial zu beschreiben.
Zum einen ist da Steff, Sänger bei Alarmsignal, der sich den Song „Für Ein Paar Stunden“ teilt und auch mit dabei ist Tex Brasket von Slime, der bei „Mauern“ mitsingt.
Arrested Denial machen das, was ich oft gar nicht so gern höre: einen durchweg hochmelodischen Sound!
Das Gesamtbild ergibt einfach eine durchweg gut eingespielte, abgemischte und gemasterte Platte. Eben Alarmsignal oder Slime nicht ganz unähnlich.
Bakraufarfita Records hat dieses schöne Stück rausgebracht, dem ich mich mehrfach annehmen musste, da ich beim ersten Mal gar nicht bis zum Ende gekommen war.
Eins ist aber auch richtig: sie packen mich mit der Melancholie, die sie viben. Und diese wunderbar windschiefe Posaune – saugut!
Es geht textlich um Freundschaft, die Liebe – und Kritik – zu ihrer Stadt Hamburg, aus der Arrested Denial kommen. Vor allem ist die Kritik, dass das Kapital, welches in der Stadt „unterwegs“ ist, in der falschen Richtung eingesetzt wird.
„Nirgendwo Angekommen“, der titelgebende Track, schließt das Album sehr ruhig ab.
Die Band hat schon einiges erlebt und das gibt sie nun wieder zurück: ein sehr melodisches und lebendiges Album.
Viel Punkrock, mit viel Herz, mit (etwas zu) vielen Chören und wer Bock hat, dieser melancholischen Lebendigkeit eine Chance zu geben, die jede Menge gute Laune verbreitet, der/die ist hier bestens beraten zuzugreifen im Bakraufarfita Shop.

