Kennt ihr das, wenn etwas oder eine Person eine wahnsinnige Zärtlichkeit ausstrahlt, eine Fragilität und Verletzlichkeit und dabei aber auch eine riesige Stärke? Beziehungsweise die Kraft vielmehr in der Zartheit zu liegen scheint. Genaus so geht es mir bei „Insularities“. Exakt so klingt dieses Album. Und genau das macht es so wunderschön. Genau das ist es was Ästhetik, was Kunst ausmacht.
Neun Songs findet ihr auf Fabrizio Cammarata Album „Insularities“, erschienen bei Fat Sounds, die alle gleichermaßen und dennoch auf ihre jeweils eigenen Art bewegen und berühren. Mal ist die Musik kraftvoll dynamisch und Text und Stimme verletzlich. Mal strömt eine zarte Melodie aus den Boxen, mal wird der Sound fast poppig (im besten Sinne). Dabei singt Fabrizio Cammarata seine Songs zum Teil in Englisch, wechselt zum Italienischen oder Sizilianischen.
Fabrizio Cammarata schafft einen Intimität und Direktheit der sich die Hörenden nicht entziehen können, vielmehr stürzt man hinein, in dem Moment in dem die Nadel das Vinyl berührt und der erste Ton erklingt. Eine solche Intimität und Fragilität erfordert Mut. Auch von den Hörenden, den Mut all dies zuzulassen. Die Fragen und Gefühle die transportiert werden, die die Songs in uns aufkommen lassen. Wer sind wir, in dieser Zeit die, in der Alles ungewiss scheint? Alte Gewissheiten werden porös und wir suchen nach Halt, nach zwischenmenschlichen Berührungen, Verbindungen, Liebe(?). Hier in dieser Musik sind sie zu finden.
Wenn ihr mal reinhören möchtet, dann empfehle ich euch den Opener „Asanta“, oder den zweiten Song auf dem Album, der mich sehr beeindruckt hat, „Icarus“ und auf der B-Seite „The Woman in me“. Aber am besten hört ihr das Album in Gänze. DAs Vinyl wird dabei verpackt von einem super schönen Artwork. Ein paar Impressionen findet ihr in der Galerie unten.
Außerdem ist Fabrizio Cammarata zur Zeit auf Europa Tour und im Mai in Deutschland zu sehen. Vielleicht hat ja wer Lust mit in Köln aufs Konzert zu kommen, ich wäre dabei.

