From Below, Hardcore Punk, D-Beat, Crust, aus North Carolina, eigentlich aber zusammengesetzt aus Mitgliedern der aus NC stammenden Catharsis, der ebenfalls aus NC stammenden Bellafea und der aus São Paulo kommenden Point Of No Return. Ich mag diese Musik. Manchmal zumindest. Und doch fällt es mir aufgrund der relativen Monotonie und selten vorhandenen Eigenständigkeit entsprechender Bands schwer, etwas Vernünftiges und vor allem für euch Gewinnbringendes zu schreiben. Worte, nach deren Konsum ihr sagen könnt: jawoll! Das hat mir jetzt wirklich geholfen und ich sehe doch instant mal beim in Europa verantwortlichen Label Refuse Records nach meinem Exemplar (in den Staaten ist Bitter Melody Records das zuständige Label). Denn letztlich kann und muss es darum gehen. Das hier ist Promo und manche Leute studieren so was sogar extra.
Nun, für gar nicht mal so wenige Menschen bringt die beste Promo nichts. From Below sind und bleiben eine Nischenband. Zu extrem und zu wenig massentauglich ist der Sound. Wer Hardcore Punk macht, weiß das in dem Moment, in dem die Band gegründet wird. Spätestens dann. Und ich, der ich mir dies nun wieder ins Gedächtnis gerufen habe, kann nun auch etwas entspannter an diese Rezi rangehen.
„The Deeds Of Monsters“ heißt die 7″ des Quartetts. Sie enthält drei Songs in zwei Sprachen. „Empire’s Deceit“ ist mit 2:43 Minuten Spielzeit der kürzeste davon, ansonsten bewegen wir uns bei (deutlich) über drei Minuten. Was?? Wohl bisschen arg lang für Hardcore Punk, oder?! Ja, im Falle des Openers „Teratomachia“ kann man das schon so sehen. Da passiert mir tatsächlich zu wenig. Beim dann folgenden „Empire’s Deceit“ hat die gefühlte Überlänge aber durchaus ihre Berechtigung. Grund dafür ist neben dem straighten Gebolze die ruhig gehaltene Bridge mit dem Chorus auf der Klampfe. Absolut DER musikalische, als auch emotionale Höhepunkt der EP.
Das abschließende „Feitoria“ beginnt mit einem unheimlichen Intro und schielt ansonsten auch mit beiden Augen kräftig in Richtung Thrash Metal. Auf seine ganze Länge betrachtet für mich also stilistisch der ansprechendste Song. Aber die Länge halt, gell. Das muss jede*r für sich entscheiden, ob die noch konform geht mit dem harten Regelwerk des Hardcore Punk. Aber gut, Sänger Fred hat halt auch einiges zu berichten. In diesem Song übrigens auf Portugiesisch, aber dankenswerterweise haben From Below den Text im Klappbooklet auf Englisch übersetzt abgedruckt. Und so viel sei verraten: ich finde die Lyrics aller drei Songs sehr gehaltvoll, intelligent und auch informativ und fernab sonst leider manchmal in diesem Genre üblicher Plattitüden verfasst. Hierfür gibt’s also definitiv beide Daumen nach oben.
Na gut. Und da ich ja letztlich eh recht entspannt an die Rezi rangehen konnte, hab ich nun abschließend auch keine Zahnschmerzen bei, dass ich halt eine Plattitüde liefere: From Below und „The Deeds Of Monsters“ ist für alle Menschen, die auf Yacøpsæ, Disfear oder Ruidosa Inmundicia stehen genau der richtige Soundtrack für Zwischendurch. Schwarzes oder limitiertes weißes Vinyl erhältlich.

