Wer es nicht geschafft hat, vor nunmehr 50 Jahren bei den Sex Pistols zu spielen und dazu noch ganz tief in einen Topf voller Pop zu fallen, der macht Musik bei Linear Television aus Münster.
’70ies angehauchter Poppunk, der sich nicht allzu ernst nimmt. Den Spaß höre ich nicht so raus, wie ich ihn in den Texten erlebe!
Erstmal muss ich an die Neat Mentals denken, die nicht ganz so Ohrenumschmeichelnd daherkommen, dafür ebenso ’70ies poppunkig.
Das Cover ist eine „Sandy Beach“ ohne Sand. Nur Palmen. Es geht um das „…hole in a pocket and i got no fucking dime“ und das ganze spielt dann in Münster am Kanal.
„Marie von Medimops“ stellt die essenzielle, zum Überleben notwendige Frage: kann wahre Liebe den kostenfreien Versand überleben. Zu jedem Song gibt es auch quasi das Fernseh-, bzw. Kinogenre, wie bspw. „Bittersweet Drama“
Der Bandname kommt übrigens daher, sie beschreiben es im Song „Sedated By Television“, dass sich der Schreiber erhofft, dass seine Ex-Freundin zurückkommt, damit der TV endlich schweigt.
Da läuft alles sehr gut durch. Fast schon zu gut.
Es ist so kurzweilig, dass mir die Akkordwechsel auffallen, die Solo-Melodien durchfliegen und dann ein schöner Wechsel einen oder eineinhalb Töne tiefer.
Da hat jemand seine musikalischen Hausaufgaben gemacht. Als Vergleich fallen mir auch hier noch Custody ein. Falls die jemand kennen sollte.
50 Tapes gemacht, ich habe die Nummer 24.
