Hab die Sons of Sadism aufgelegt.
Der Sänger auf dem Cover sieht schon mal voll nach 80s/90s aus.
Und ein bisschen was hatte ich in meiner Bubble schon gelesen, viel nach dem Mott „ey geil, dass das endlich mal raus ist“
Bei Sons of Sadism (SOS) handelt es sich um eine Skate-Punk-Band aus dem schönen Marl. Wer nicht weiß wo das ist: hier. Und sie machen einen fast schon typischen Sound, der die amerikanische Gangart zugrunde legt: melodisch, thrashig, schnell, aber auch sehr Bassmelodie-orientiert.
Nun, diese 21 Songs auf der LP starten mit ihrer, nach der Band benannten, Hymne an „s.o.s.“.
Power it up – Records hat hier eine Discografie zusammengetragen, die eine EP, ein paar Samplerbeiträge und Liveaufnahmen enthält.
Soweit so unspektakulär; denn, eine Menge Sachen werden in den letzten Jahren re-released, unheimlich viel ist dabei, was schon damals nicht wirklich bei den Leuten angekommen ist. Sei es durch wenige gespielte Konzerte oder durch Verbreitungsmöglichkeiten.
Das kann ich nicht nachvollziehen.
Die Band Sons of Sadism wollte auf jeden Fall die vorherrschende Punkszene in Marl und Umgebung mit ihrer Musik quasi „erhellen“. Vieles war gewalttätig geworden unter den Punks. Vor allem im Norden der Republik nahm damals das „schneller, lauter, härter“ Rufen bei den Konzerten stark zu.
Blutpogo und Gewalt abseits der Konzerte nahm zu.
Einiges ist in den Liner-Notes noch nachzulesen.
Coole Anspieltipps sind „million“ und „psychopathen“, die, denke ich, ganz gut den vielfältigen Sound und das Songwriting widerspiegeln.
Auch sind die Songs immer wieder in krass unterschiedlichen Längen, von 30 Sekunden bis über 3 Minuten ist alles dabei.
Beim ersten Durchhören, muss ich gestehen, wusste ich manchmal nicht, in welchem Song ich bin. Sie sind auch recht knapp „aneinandergepappt“ auf Vinyl; sprich, die Pausen sind sehr kurz zwischen den Songs.
Die Poster und Flyer, die ich im Booklet sehe, sind so gar nicht außerhalb von NRW, was eben zu meiner Annahme führt, dass Sons of Sadism gar nicht so viel getourt sind. But who knows.
Jede Menge anderer Storys und Photos im Booklet.
Vinyl kommt in schwarz (diese Version) oder auch auf Gold – die gibt es direkt beim Label Power It Up.
Plus 12 seitigem Booklet. Eingeschweißt.
Diese Review erschien auch schon, mit freundlichen Grüßen, bei der ProvinzPostille!

