Verrat ballern eine Mords-Portion Crust und Death Metal in mein Gesicht, dass mir vor trockenen Beats die Spucke wegbleibt.
Das Cover ist schon mal ein richtiger Hingucker!
Die Band Verrat kommt aus Österreich und hat ihre 10 Songs schon im Laufe von 2024 aufgenommen. Erschienen Ende 2025.
Nun sind diese also auf Vinyl erhältlich und knallen musikalisch auf meinen Plattenteller wie ein Komet, der auf der Erde einschlägt.
Blast-Beats, Hardcorepunk, Crust, mit unfassbarem Druck nach vorne gespielt. Die doomige, apokalyptische Stimmung und die verdammt guten Texte, in Deutsch und Englisch vorgetragen, sind das, was mich echt durchhalten lässt, denn die Stimme des Vocalisten ist so gar nicht meins.
Wer aber etwas mit dieser Musik anfangen kann, der ist hier auf jeden Fall goldrichtig.
Growls aus dem Erdinnern, die Worte zu lauten in Tiefbassfrequenzen.
Gleich im ersten Stück „Der Hass aufs Leben“ fetzt mit:
Für Volk, Heimat und Kapital – Angst und
Unruhe vor der Wahl.
Eine Hand schon am Thron,
die andere am Gewehr –
der Sieg der Rechten rückt täglich näher.
Immer wieder schade, dass meist derartige Bands, die man auch kaum verstehen kann, die im Grunde non-konformistische Nischenmusik machen, die kaum Menschen erreichen, aber eigentlich unbedingt erreichen sollten!
„Spinning in Circles“, einer der Songs, der englische Lyrics hat, hat ein famoses Intro! Da kommt der melodiöse Teil des Death Metal durch, bis dann in „Gletschersterben“ wieder ordentlich ge-blasted wird und über den Klimawandel gesungen wird.
Das Artwork ist von Tom. Tom macht ganz spannende Grafik-Sachen, schaut da mal vorbei.
Verrat machen das alles in Eigenregie, gebt ihnen mal ein Ohr:

