Die erste Frage, die ich mir stelle als die Platte läuft ist, wieso „Sam Rockwell“?
Fluppe geben darauf keine Antwort, denn sie schreiben hier keine Hymne über einen Schauspieler. Ich hab letztes Jahr leider den Kinostart von seinem Film „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ von Regisseur Gore Verbinski verpasst. Hat das Stück also etwas mit Zeitreisen zu tun?
An dem Song mag ich den schweren Bass, der erinnert mich an den sophisticated „Die Arbeit“ Sound.
Nach zwei, drei Songs mag ich eine Linie zu Berlin 2.0 ziehen, obwohl unterschiedliche Herangehensweisen, einfach nur so das Zuhören: die Intonation und an welcher Stelle die Musik mich packt.
Vielleicht hinkt der Vergleich, vielleicht versteht ihr’s nicht. Aber ich bin es mal losgeworden.
Fluppe spielen mit Betonungen, wie funktioniert Lyric? Nicht alles ist rund, es ist verschachtelt, es lebt, es wabert und zerrt und verschiebt. Bei „Dodgers“ ist das so. Auch in „Shanty“.
Letzterer ist einer der flotteren, musikalisch mal druckvolleren und fordernderen Songs.
Überhaupt ist Seite Zwei überhaupt etwas zügiger und läuft mit „Kientopp“ dann ruhiger aus.
Ich schaue mir beim Umdrehen der Platte das Label sehr genau an, denn die Band hat das Loch exakt dort stanzen lassen, wo Goofys Nase sitzt. Zentriert.
Überhaupt: das Cover ist unscharf, im Innern dann aber scharf abgebildet. Jonas Biehlenberg hat das fotografiert.
Diese unaufgeregte und doch spannende Platte von Fluppe ist erschienen bei Rookie Records.