Meine Damen und Herren, ich präsentiere ein Debüt! Auf dem Teller dreht das erste Album „Unfulfilled Desires“ vom österreichischem Singer/Songwriter Greyshadow. Zeit für etwas Pop.
Der Wiener Musiker Greyshadow, der mit bürgerlichem Namen Gregor Wessely heißt, entdeckte seine Liebe zur Musik 2008, als er eine Beatles-Platte geschenkt bekam. Im Jahr 2020 gelang Greyshadow mit seiner ersten Single „A Higher Place“ direkt der Solodurchbruch, als auch mit Artikeln in der internationalen Presse, sowie überregionalen Airplay-Erfolgen. Ich will nicht vorweg greifen, aber… doch eigentlich schon. Airplay-Charts kennt ihr, oder? Habt ihr da auch das Gefühl, dass im Radio den ganzen Tag die gleiche Musik läuft, die sich auch noch total ähnlich anhört und man das Gefühl hat, dass die Musikredaktion gerade mal zwei bis drei Acts kennt? Wenn ja, dann könnt ihr euch ungefähr ausmalen, ohne unfair sein zu wollen, wie sich „Unfulfilled Desires“ anhört. Nämlich genau so. Trotzdem hat die Platte und die Musik definitiv ihre Daseinsberechtigung, denn es muss ja Menschen geben, die diese Airplay-Mucke gut finden, sonst würde ja niemand mehr das Radio einschalten. Ihr dürft mich gerne in den Kommentaren korrigieren. Was man der Platte aber anrechnen muss, ist die Tatsache, dass hier und da funkige Gitarrenriffs aufblitzen, die dann noch nicht nach 08/15 Dauerschleife klingen, leider zu wenige. Es klingt wie ein Mix aus Ed Sheeran, Counting Crows, Coldplay, Giant Rooks und das ganze halt garniert mit ein wenig Funk. Wer die eben genannten mag, ist bei Greyshadow genau richtig. Leider treffen mit diesem Album und meinem Geschmack Welten aufeinander. Ich bin inzwischen auf der zweiten Seite des Albums angelangt und würde gerne einen Satz schreiben, wie: „Hört euch doch mal folgenden Song an.“, aber bis jetzt habe ich DAS Highlight nicht finden können. Nett ist zumindest die Nummer „Found Out“, auch wenn sie mich etwas an Milow erinnert. Bei „Liverpool“ fühlt man sich an die 1990er Britpop-Mainstream-Nummern von Blur, Oasis & Co. erinnert. Nee, tut mir leid. Ein paar nette Nummern ja, oder vielleicht, aber das Highlight kann ich euch leider nicht bieten. Dickes Sorry.
Die Platte kommt, warum auch immer, in einem Gatefold-Cover daher, womit sie mehr Platz im Regal einnimmt, als nötig. Auf der Innenseite sind die Texte abgedruckt, das Innersleeve ist leider nicht gefüttert. Um jetzt aber doch mal was positives zu schreiben: Die 14 Songs schaffen es auf mit ihrer knappen dreiviertel Stunde auf eine LP.
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