Macerator kommen aus San Francisco und macht das, was die Band selbst „irgendeine Art von Rockmusik“ nennt, also unabhängigen Alternative-Rock mit Pop-Einschlag. „La Luz“ ist das zweite Album nach dem Debüt von 2022 und ist Ende September 2026 bei Grifter Records erschienen. Die Band besteht aus John Stanley an der Gitarre, Nancie Lualhati (Songwriting), Mo Fleischmann am Bass und Bruce Ducheneaux am Schlagzeug. Alle vier sind schon lange in der Musikszene der Stadt aktiv.
Die Geschichte von Macerator ist durchaus sympathisch. Sie fing als Wette an: Nach dem Tod von Ralph Stanley gründeten ein paar Leute eine Country-Coverband, und daraus wurde die Lust auf eigene Songs. Für das Album hat sich die Band außerdem viel Unterstützung geholt. Produzent Desmond Shea ist zum zweiten Mal dabei, dazu kommen ein Chor, Bläser, Streicher und einige Gastsänger. Der Aufwand ist hörbar groß, und die Band schmückt ihre Songs offenbar gern aus.
Was ich Macerator zugutehalte, trotz dessen, das mich das Album irgendwie nicht abholt: Sie macht das erkennbar aus Überzeugung. Ihre Botschaft lautet, nicht aufzugeben und die Dinge zu lieben, die einem wichtig sind. Musik ist für sie eine trotzige Form der Hoffnung. Dahinter steckt Herzblut, und das spürt man, auch wenn einem die Musik nicht liegt. Dazu gibt es Humor, etwa bei dem Song über soziale Unbeholfenheit mit Bläsersatz, den die Band mit einem Augenzwinkern beschreibt.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass „La Luz“ bei Leuten ankommt, die handgemachten Rock mit Pop-Melodien mögen. Auch wer Bands aus der lokalen Szene unterstützen will und Wert auf Arrangements mit Bläsern und Streichern legt, wird vermutlich mehr damit anfangen können als ich. Am besten hörst du selbst rein. Die Singles „How Do I Get to You?“, „OMDR“, „La Luz“ und „Young Ulysses“ geben einen guten ersten Eindruck. Das Album gibt es digital bei allen Streaming-Diensten und auf Bandcamp, dazu natürlich auf Vinyl.
Es ist im Gesamteindruck nicht mein Geschmack, deshalb von mir nur ein 2,5 von 5 Bienchen. Aber Geschmäcker sind verschieden, und die Band hat es verdient, dass man ihr eine Chance gibt. Hört also nicht auf meine Meinung, sondern hört rein, entdeckt und vielleicht findet sie sich in eurer Jahreshitliste weit oben?!
Erwerben könnt ihr das Album über den folgenden Link und natürlich in jedem gut sortierten Plattenregal eures Händlers / eurer Händlerin des Vertrauens.
MACERATOR – LA LUZ
Viel Spaß beim Hören und Entdecken.

