Melkus sind eine Band aus Chemnitz. Auf der Instaseite steht „leipzigdiscopunk“. Ich bin mir nach den ersten Tönen noch nicht sicher, ob sie mich (uns) damit in die Irre führen wollen, oder ob das ernst gemeint ist.
Sie beschallen mich mit einer wilden Mischung aus Garage Rock, Punk und jeder Menge wilder Ideen, die mit Synthie, einer quietschenden und hallenden Gitarre umgesetzt werden. Dazu rotzt ein Bass ordentlich Distortion durch die Boxen. Der Sänger zwischen Hallkaskaden teilweise versteckt, bis zum Wahnsinn eines Mike Patton.
Büschn Space-Rock, dieses repetitive Wiederholen von simplen Bassnotes in Kombination mit dieser bestimmten Art von Vocals. „Shining“ Sehr passend.
Es folgt dann eine hart rockende Garagenummer, im Stil von Melkus, „Give It A Try“.
Fast schon doomig, auf jeden Fall voll Fu Manchu.
Melkus machen das schon ganz geschickt, ihren ganzen musikalischen Wahnsinn in die abwechslungsreichen Songs einfließen zu lassen.
Wenn ich das richtig höre, nutzen sie viel Doppler- oder Octaver-Effekte.
Das kann schon auch ganz schön nerven. Melkus schaffen das aber nicht. 11 Songs, alle so round about 2 1/2 bis 3 Minuten, als schwarzes Vinyl.
Das Artwork hat auf jeden Fall Fragezeichen bei mir hinterlassen. Eine Sammlung von Steckeröffnungen (wie auch immer das die Technikprofis nennen) ist sehr unübersichtlich, führt inhaltlich zu nichts und weder Bandname noch Albumtitel sind in einem der Stecker zu finden. Seltsam.
Erschienen bei It’s Eleven Records. Auch aus Chemnitz.

