Oh Waaaahnsinn, ein paar Jahre ist es jetzt her, dass Nathalie ihr erstes MusInclusion Interview veröffentlicht hat und zwar hier mit mir. Das ist eine lange Zeit und in der ist viel passiert. Anfangs hatte Nathalie noch Kapazitäten, Interviews zu schreiben und hat das auch getan. Irgendwann wurde es aber zu viel für eine Person. Also habe ich ihr geholfen, zunächst als Gastautorin. Ich wollte nämlich auf keinen Fall, dass dieses tolle Format wegfällt. Nathalie schwebte allerdings ein Podcast vor, was ich wiederum mir gar nicht vorstellen konnte. Mein Ding sind Bilder und ich liebe Texte. Deshalb hat sie kurzerhand einen weiteren Interviewpartner gefragt, ob er ihr helfen möchte: René von der Band Grind. Match made in heaven! So sind Nathalie und René also bei Punkrockers Radio gestartet mit dem MusInclusion Podcast und ihrem ersten Gast Alex Schwers.
Irgendwann kam Nathalie und René dann die Idee, einen inklusiven Bandworkshop anzubieten, um Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zu ermutigen, ein Instrument auszuprobieren. Die Future MusInclusion InterviewparternInnen, vielleicht, wenn sie am Ball bleiben. 😉 Und im Jahr 2024 war es dann es soweit, der erste Bandworkshop startete in Marbach im Jugend-Kultur-Haus planet-x zusammen mit dem Liebliche Klänge Festival, auf dem der Bandworkshop mit den eingeübten Songs einen Bühnenauftritt unter dem selbstgewählten Bandnamen “Wilde Rockhorde” hatte.

So ein Bandworkshop über zwei Tage, inklusive Übernachtung und Verpflegung, war natürlich viel Orga und Nathalie bleib kaum Zeit für den Podcast. Sie brauchte außerdem viele weitere ehrenamtliche HelferInnen. Und so kamen einige KünstlerInnen von verschiedenen Bands in den Workshop-Proberaum hinzu:
Caspar (Death Company), René (Grind), Nathalie (Ukenalle / Deathcompany / Phantasmagorie) und Felix (ehem.Gaffa), in der Küche / Orgateam Jürgen (Geschäftsführer der ASBH e.V. a [1]ls Mitveranstalter), Babette (The Vageenas / Babette & her Clone, The Babettes), Frank (ehem. Bad News), noch ein Frank (Schubkarre, Phantasmagorie), Ruth und weitere. Den Siebdruck für den Merch zugunsten des MusInclusion Projektes übernahm Alexei (Covercadaver). Außerdem wurden sie tatkräftig von Andy, Jana und Pascal aus dem Team des Jugend-Kultur-Hauses planet-x, wo der Workshop auch im Jahr 2025 wieder stattfinden durfte, unterstützt. Dazu gab es Unterstützung vom Inklusiven Sportverein AMIMA e.V. Tobi Single, Gründer und Vorsitzender des Vereins, mit einem Artistikkoffer. Mareike Mähler begleitete das Projekt fotografisch. Finanziell gefördert wurde der Bandworkshop vom Pop-Büro Stuttgart, der ASBH Stiftung und der Bürgerstiftung Marbach.

In diesem Jahr 2026 war dann der MusInclusion Bandworkshop mit einem Info-Stand auf der About Pop Messe in Stuttgart bereits zum zweiten mal vertreten. Auch nächstes Jahr wird es mit dem Projekt weitergehen – in etwas anderer Form, lasst euch überraschen! Für Infos könnt ihr dem MusInclusion Account auf Mastodon folgen oder ab und an bei Mastodon mit einem normalen Webbrowser vorbeischauen. Auch wenn ihr keinen Mastodon-Account habt, sind alle öffentlichen Beiträge für alle frei zugänglich. Der vorherige Instagram Account ist ohne Wenn und Aber gelöscht worden aus guten Gründen, unter anderem weil Menschen die keinen Insta-Account nutzen möchten, nur eingeschränkt die Beitrage sehen dürfen. MusInclusion will niemanden dazu „zwingen“, einen Insta-Account zu eröffnen, nur um informiert bleiben zu können. Ihr findet MusInclusion also nur im Fediverse. Infos zum Fediverse gibt’s zum Beispiel hier bei Peertube oder punx social.
Ich selbst habe mittlerweile Mini-MusInclusion-Interviews in meine Konzertberichte eingebaut (z.B. hier bei Total Chaos, Aggrotoxico, Rumkicks). Warum? Weil ich es wichtig finde, diese Perspektive im Alltag zu zeigen, ohne sie zu separieren. Auch dass es sich lohnt, Barrieren abzubauen, weil es glücklich angenommen wird. Ich treffe auf fast allen Konzerten so viele verschiedene Menschen mit Behinderung. Publikum mit Behinderung muss mitgedacht werden! Dass diese ZuschauerInnen da sind, beweise ich immer wieder gerne mit Fotos und Erfahrungsberichten.

In Berlin habe ich 2025 eine MusInclusion Umfrage mit einem Stand auf dem Niranium Festival gemacht. Nira (Lions Skull) und Caro (Pink Wonder / Eat Lipstick) geben sich jedes Jahr sehr viel Mühe, ein inklusives Erlebnis zu ermöglichen, welches MusInclusion mit viel Freude schon seit 2023 begleitet. Dies schaffen Nira & Caro vom Niranium auch dank der Förderung vom MusicBoard, deren Mitarbeiterin Maureen ich hier interviewt hatte für MusInclusion. Das nächste Niarniumfestival findet im September 2026 in Berlin statt, mit Bonsai Kitten, Nungara, Riot Spears und EDDIE sowie MusInclusion. Auf der Homepage könnt ihr die Informationen zur Barrierefreiheit aufrufen.
An dieser Stelle kommen demnächst ein paar Fotos vom 2025er Festival und die Auswertung meiner Umfrage zur Barrierefreiheit auf Konzerten.
Nathalie wollte schon so oft einen Artikel über den Bandworkshop schreiben, kam aber einfach nicht dazu. Sie ist zwar immer noch Mitglied beim Vinyl-Keks, macht aber grad eine Pause. Deshalb berichte ich jetzt über den Bandworkshop und all die Dinge, die neben den Interviews passiert sind. Einfach um einmal zu zeigen, was sich seitdem entwickelt hat.
Vor allem aber, wie viele Menschen sich mittlerweile angeschlossen haben. Auch wenn ihr uns nicht ständig hier an dieser Stelle lest, sind wir aktiv: JEDES EINZELNE JAHR SEIT 2021.
Juhuuuuu!

Wenn du uns unterstützen willst oder fragen hast, darfst du Nathalie gerne schreiben unter
Edit: An dieser Stelle möchte ich mich von ganzem Herzen bei Arnica Montana bedanken, ohne die MusInclusion nicht vorstellbar wäre und die in den letzten Jahren so viel Kraft und Zeit in das Projekt gesteckt hat. Danke für Dein Herzblut und Deine Motivation. Danke für’s hartnäckig sein. Danke fürs Kämpfen! Danke, dass Du MusInclusion weiterleben lässt <3
Danke natürlich auch allen anderen, die im Laufe der Zeit ein Teil dieser Initiative geworden sind und uns unterstützt haben (ihr findet eure Namen im Text und ich bin glücklich und dankbar für jede*n einzelnen).
(Nathalie)
